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  Thema: Dämmung

    Dämmung

    Hallo!

    Ich möchte meinen Kat möglichst
    preiswert mit einer Dämmung
    versehen. Bisher ist nur die "nackte"
    GFK-Haut da, die aber viel
    Schwitzwasser bildet.
    Die Dämmung sollte leicht zu verlegen
    und nicht zu schwer sein.
    Was kann man dafür gut nehmen?
    Habe bei einigen Spezialisten
    nachgefragt und dort nur Materialien
    für > 50€/qm angeboten bekommen.

    Danke
    Martin



    Bisherige Antworten:
    Korktapete

    Hi Martin,
    habe damals meiner TIKI 30 das Schwitzen mit einer 5 mm Korktapete von der Rolle abgewöhnt. Einfach zurechtschneiden und mit natürlichem Kautschuk-Kleber an die Wand, bzw. auf die Liegeflächen der Kojen kleben. Die Wand bleibt trocken und die Kojenpolster auch. Könnte mir auch einen Fußbodenbelag (versiegelt) aus den dickeren Korkplatten vorstellen. Preise aus dem Baumarkt und nicht aus dem Yacht-Zubehör! Und alles Natur und keine Chemie.
    Grüße
    Othmar

    Autor: Othmar     20.05.2004 - 11.57

    Korkplatten

    Danke Othmar.

    Ist der Kork dann auf der Innenseite
    versiegelt? Wahrscheinlich, weil
    sonst ja Wasserdampf in den Kork
    eindringen könnte. Kenne nur
    "normale" Korkplatten und keine
    Korktapete.

    Martin

    Autor: Martin     20.05.2004 - 15.16

    Korktapete

    Hi Martin,
    die Tapeten und auch die Platten, die ich benutzte waren NICHT versiegelt. Es kann auch kein Wasserdampf "eindringen", da sich der Taupunkt durch die Dämmung im Material der Bordwand befindet (wenn ich meine Physikstunden richtig erinnere). Es wird also weder hinter noch vor der Korkschicht feucht.
    Ich hatte meine Tapete unversiegelt gelassen, könnte mir aber vorstellen, das eine versiegelte Sichtseite das Saubermachen erleichtert.
    Am besten probierst Du es mit einem Quadratmeter einmal an Bord aus.
    Grüsse
    Othmar

    Autor: Othmar     21.05.2004 - 14.55

    Dämmung

    Hallo Martin,
    noch weitere verschiedene Möglichkeiten:
    PE-Schaumplatten in unterschiedlichen Dicken verfügbar. Wir haben bei der Verklebung solcher Platten erfolgreich Epoxidharz ausprobiert - funktioniert gut und man hat keine Lösungsmittel oder Feuchtigkeit mit eingebunden / in den Rümpfen, mit Harzen bis zu 16 Stunden Topfzeit auch keinerlei Probleme von wegen Zeit.
    Preiswerteste Alternative: Polystyrolhartschaum (Styrodur, -foam oder ähnliche). Die Platten sind ebenfalls geschlossenzellig, lassen sich auch mit Epoxy verkleben, gibt es aber nur in begrenzter Dicken-Auswahl (wer einen heißen Draht zur Verfügung hat kann sich aus preiswerten
    2,5m x 0,60m x 10cm -Platten seine Wunschdicken bequem schneiden) und müssen wegen ihrer Steifigkeit eventuell stärker an gewölbten Flächen fixiert werden. Nachteilig bei beiden Oberflächen: eventuelle Beschichtung wegen der Optik erwünscht (Epoxy-Glasgewebe / Sperrholz [bei vorher angebrachter Unterkostruktion zwecks Fixierung]).

    Autor: Michael     24.05.2004 - 08.43

    Dämmung

    Hallo Martin,
    das Thema Taupunkt ist in dem Zusammenhang sehr wichtig. Mit einer Isolier- sprich Wärmeschicht, ist der Taupunkt wahrscheinlich, wie Othmar schon sagte, innerhalb der Wand. Muß aber nicht, je nach Randbedingungen, die sich ständig ändern, kann er überall sein. Wichtig ist, eine begrenzte gas- und wärmedurchlässige Schicht zu bauen. Durchlässig für Wärme, damit die Wärme bis an die Wand gelangen kann, und sich der Taupunkt nach außen verschiebt. Durchlässig für Gas, damit alles wieder trocken wird, wenn‘s mal getaut hat. Das alles begrenzt, damit es auch isoliert. Mit so einer Beschichtung wird das Wasser sich nur noch außen an der Bordwand fließen. Bei den vorgeschlagenen Materialien kann ich mich nur auf die Erfahrungen der Betreffenden verlassen. Ich würde mich auf keinen Fall auf was oberflächenversiegeltes einlassen. Das verlangt, zur Bordwand alles gasdicht zu machen und das soll mal einer hin kriegen.
    In letzter Konsequenz geht nichts ohne Wärme und Durchzug.
    Eine trockene Koje wünscht Karl-Heinz


    Autor: Karl-Heinz     28.05.2004 - 08.18

    Dämmung

    Ich kann Karl-Heinz nur teilweise recht geben: gasdicht ist nur ganz wenig - Epoxidlaminate und Lacke, auch wenn allgemein als dicht angesehen - sind dampfdiffusionsdurchlässig, je nach chemischer Konsistenz und aufgebrachter Dicke mal mehr - mal weniger.
    Das trifft u.a. auch für "feste" Materialien zu: nimmt man beispielsweise MDF und setzt da ein Vakuum drauf, so wird man sehr überrascht: im Mikrobereich muss es da sog-mässig schon richtig "pfeifen", feststellbar am Manometer, der den Druckverlust deutlich sichtar macht.
    Trotzdem kann man, wie Karl-Heinz auch schon schrieb, mit einer Art "Luftkisssen" arbeiten, einem Hohlraum beispielsweise, hinter einer optischen Verkleidung (dekorative Sperrholzplatte bspw.), die nach oben und unten hin Möglichkeiten zur Luftzirkulation bietet und entstehendem Kondenswasser möglicherweise einen Abfluß bietet.
    Das hat aber von der Dämmwirkung her alleine keine besonders gute Wirkung. Besser wäre, so etwas mit einer dünneren Schaumisolation zu kombinieren. Eine feste Verklebeung an die Bordwand mit geschlossenzelligem Schaum, der kein Wasser aufsaugt (also nicht das ganz billige Styropor), wäre da mein Vorschlag.
    michael.thon@timeout.de

    Autor: Michael     28.05.2004 - 09.17

    Dämmung

    Hallo Michael,
    ich habe nur einen kleinen Aufriß zur Physik zeigen wollen, um Entscheidungshilfen zu geben.
    Das Wort Dampfdiffusion von Harzen und Lacken ist hier zu hoch aufgehängt.
    Ich sehe es hier so, wenn ein undurchlässiger Schaum auf eine Wand geklebt wird, dann kann es an Stoßstellen, Rissen, Ecken und Kanten Undichtheiten zwischen Schaum und Wand geben. Dort reichert sich Feuchtigkeit an. Der Taupunkt liegt, wegen dem Isoliereffekt des Schaums, dann viel wahrscheinlicher, genau in der Zone zwischen Schaum und Wand. Wir wissen, auf einem Schiff ist es mal kalt, warm, feucht und trocken. Wenn es dann warm und trocken wird, kommt die Feuchtigkeit dort schlecht wieder raus. Man kann sagen, die Materialien an einem Schiff verrotten nicht und gut ist.
    Besser finde ich das Luftposter, ich stimme Dir zu, eine doppelte Wand ist nicht das Ding. Kork ist vielleicht besser. Oder stellen wir uns einen lockeren Schaum vor, das Gas (Luft, Wasserdampf) wird darin gebremst (festgehalten) und es entsteht ein Luftpolster (welchen ständig, langsam in Bewegung ist) zur Isolation. Die Luft kann hindurch, bis an die Wand und erwärmt die Wand. Dabei verschiebt sich der Taupunkt in die Wand hinein und gut is. Wenn es mal Feuchtigkeit gegeben hat, wird die Luft, mittels langsamer Konvektion, trocknen.

    Ich möchte noch eine Erfahrung in die Runde schicken, ich klammer Dich Michael, als Fachmann aus.
    Es haut immer mal einer das Wort „Geschlossenporiger Schaum“ in die Runde und denkt, damit alle Probleme gelöst zu haben. Schaum kann zu Rissbildung und/oder zur Ablösung vom Trägermaterial neigen (öfter als man denkt). Dann kommt warm auf kalt und das Wasser wird hinein gesogen.
    Ein Freund hat sich über sein doppelschaliges Kielschiff, von einer namhaften Werft, was bis zur Scheuerleiste im Wasser hing, gewundert. Wir haben es auf gemacht und den Schaum ausgewrungen.


    Autor: Karl-Heinz     28.05.2004 - 12.23

    Dämmung

    Bei der Firma ESCO-Beschlagtechnik gibt es Syrodurplatten in verschiedenen Stärken die ein- bzw. beidseitig Selbstklebend ausgerüstet sind, kleben bombig.
    Diese Platten werden auf dem Bau im Fassadenbau verwendet, wo ja bekanntlich hohe Anforderungen an Bauphysikalische Eigenschaften gestellt werden.
    In Bezug auf Dampfdichtigkeit, die Dampfsperre ist grundsätzlich Innen anzuordnen. Geeignete Materialien findet man in div. Büchern über Bauphysik (z.B. Alufolien, oder Dampfdichte Folien Bezug z.B. Teroson/Henkel). Das Problem der Dampfdichtigkeit ist dies, die Dampfsperre darf auf keien Fall verletzt werden, auch kleine Risse/Löcher machen diese unwirksam und dies ist auf einem Boot sehr schwierig.
    Bei einem Doppelschaligem Aufbau sind die Durchdringungen, wie Schrauben, durch die Dampfsperre mit geeigneten Klebebändern zu verschließen (z.B. Alu-Kaschierten Butylbänder).
    mfg
    Viehstaedt

    Autor: georg     06.06.2004 - 13.15

    Dämmung

    Nochmals zu geschlossenzelligem Schaum:
    bei einem als solchem klassifizierten Schaum sollte man vor Einsatz einmal in die Datenblätter schauen. Tatsächlich kann auch ein solcher Schaum bei ständiger oder längerer Benetzung Wasser bis zu 1Vol.% aufnehmen. Sollte die von Dir, Karl-Heinz, als "namhafte Werft" bezeichnete Unternehmnung aber vielleicht geschummelt haben oder gar keinen solchen geschlossenzelligen Schaum verwendet haben? Einen wirklich geschlossenzelligen Schaum könnte man nicht auswringen!


    Autor: Michael     07.06.2004 - 12.42

    Dämmung

    Hallo Michael, im Insiderkreis von erfahrenen Profibootbauern und erfahrenen Amateurbootbastlern sei eine lockere Ausdrucksweise erlaubt. Ich meine natürlich nicht ausgewrungen. Wir haben den Cockpitboden Quadratmeterweise herausgetrennt, und mit einer Maurerkelle den nassen Schaum bis zur Maxtiefe von 12cm herausgeschaufelt und geschabt. Danach haben wir die Schose wochenlang trocknen lassen. Die Verstärkungshölzchen für Krafteinleitungspunkte lagen nur locker in dem nassen Zeugs herum. Ich kenne ähnliche Fälle auch aus meine Surfbrettbauphase. Nicht von meinen Bords sondern von Markenherstellern. Mir ist klar, dass es eine Vielzahl von Schäumen gibt. Ich bin nicht der Fachmann, und ich werde den Deiwel tun, was zu empfehlen, Du weißt, daß ich Dich um Rat Konsultiere. Für mich ist klar, es gibt Schäume, die nicht erst in hohem Alter, sondern auch sofort reißen und sich von dem Trägermaterial ablösen. Die schlechte Verarbeitungsqualität an dem benannten Boot hat mich allerdings etwas befremdet. Ich sage „namhafte Werft“ weil ich an dieser Stelle niemanden bewußt in die Pfanne hauen möchte.
    Natürlich muß das Wasser irgendwie hinein. Wie Georg schon richtig sagte, an den Beschlägen und so weiter. In diesem Fall war der Kasten des Hubkiels an den Klebestellen massiv auseinander gegangen. Wenn es Dich interessiert, komm vorbei, das Schiff ist noch offen.
    Nun zurück zur Dämmung. In meiner Vorstellung gibt es zwei unterschiedliche Vorgehensweisen. Geschlossenzelligen Schaum zu verkleben oder luftigen Schaum, Kork oder ähnliches zu verkleben. Wie sich das nach meiner Vorstellung auf Feuchtigkeit und Isolierung auswirkt, habe ich ja schon beschrieben. Ich habe vor langer Zeit mal ein Berechnungsprogramm für Isolierung und Taupunkte geschrieben. Leider ist es nicht mehr in meinem Zugriff, sonst hätte ich mal die Fälle durchgerechnet und davon berichtet.


    Autor: Karl-Heinz     08.06.2004 - 10.35

19.05.
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