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  Thema: Glas statt Holz

    Glas statt Holz

    Ich möchte einen Beach-Kat bauen, habe aber ziemliche Materialbeschaffungsprobleme.

    Nachdem ich die möglichen Lieferanten abgecheckt habe, musste ich feststellen, dass ich nur die Wahl zwischen völlig überteuerten Angeboten in (relativer) Nähe oder günstigen Angbeboten weit entfernter Anbieter habe, bei denen die Lieferung teuerer käme als das Sperrholz selbst.
    Die Menge ist einfach zu gering und die Platten sind doch sehr sperrig.

    Unter den Strich dürfte mich also GFK deutlich billiger kommen, zumal ein Hersteller und Lieferant von allem was das Herz begehrt (das Ganze Sortiment an Glas-, Aramid und Kohlefaser Matten und Geweben und Polyester und Epoxi) nur eine Autostunde entfernt ist.

    Ich habe mir deshalb gedacht, warum nicht die Sperrholzplanken durch Massivlaminatpanels aus Glas/Polyester ersetzen, die ich auf einer Glasplatte laminiere und wie beim Sperrholz vorgesehen nach der Näh- und Klebe - Methode zusammenfüge?

    Ich habe leider nicht die geringste Ahnung welche Gewebe/Matten ich verwenden müsste und ob ein solches Laminat steif bzw. biegsam genug und genügend fest gegen Durchstanzen der Schotten ist.

    Ich hoffe das Ganze hört sich nicht völlig bescheuert an und wäre dankbar, wenn mir jemand helfen könnte.

    Besten Dank
    Euer Walter



    Bisherige Antworten:
    Sperrig

    Hallo Walter. Latürnich kannst du dir auf Glasplatten oder Holzfaserplatten (mit geölter Oberfläche)Massivlaminat selber herstellen, zurechtschneiden und zu einer akzeptablen Form quälen (tortured panels). Wenn du aber nicht so anspruchsvoll bist, kannst du dir aus dem Baumarkt solches Laminat fertig in 1mm Stärke (gab auch mal 1,5 und 2mm) preiswert besorgen. Multihull Report April (?) berichtete von einem solchen Projekt und gab eine Bauanleitung. Persönlich aber würde ich immer bei Sperrholz bleiben, da Polyesterlaminate aus durchgehärtetem Harz mit neuem Harz nicht immer 100% kleben (Versuche machen). Oft sondern Endlagen (Topcoat) auch Wachs ab, das dem Harz beigemischt wird. Ich habe bei meinen Projekten letztlich die Finger von solchen Vorhaben gelassen (nach kostenpflichtigen Versuchen). Ich würde immer mit Sperrholz arbeiten, auch wenn es dir jetzt teurer erscheint. In unserem damaligen großen alten Haus (dicke alte Mauern, Zimmer 3,50m Höhe ) drang der Polyestergeruch aus der Garage bis in die vier Schlafräume in ersten Stock, worauf Frau und Kinder auswandern wollten. Außerdem gibt es inzwischen Biegesperrholz, mit dem ich erfolgreich experimentiert habe. Dieses bekommst du von 4,5mm Stärke bis 8,5mm und kannst bei geschickter Linienführung sphärisch gekrümmte Hüllflächen erreichen. Gemessen an den Endkosten für einen Beachkat sind die Mehrkosten für gutes Sperrholz ein Klacks. Aber bitte, mach erst einen Plan. Sprich mit einem Bootsbauer, dann bist du auf der sicheren Seite. Die haben den Umgang mit Material lange gelernt und ausgeübt. Es gibt auch viele fertige Pläne. Dir würde ich Pläne von Dieter Stellmach aus 7737 Bad Dürrheim, Königsberger Str.36 empfehlen (Praktiker!) der einen sehr erfolgreichen kleinen Kat für Fliegersperrholz (Birke)entworfen hat. Mittlerweile sind etwa 100 (?) davon gebaut. Das Ding wiegt bei 3,60m Länge kaum 40kg und erreicht mit Surfsegel einen Wahnsinnsspeed. MfG, Manfred.pech@web.de

    Autor: Manfred     14.06.2004 - 19.34

    Danke für die Antwort, aber vieelicht hätte ich vorausschicken sollen dass ich, da ich keine Ahnung im Bau von Booten habe, mir selbstverständlich zuerst einen guten Bauplan besorgt habe; mit 1:1 Aufrissen der Schoten und einer sehr detaillierten Anleitung.

    Die Anpassung der Sperrholzplatten sollte also das geringste Problem sein und der Bauplatz etc. ist geregelt.

    Ich bin also bereits tatsächlich bei der Phase konkrete Materialbeschaffung angelangt.

    Der Zweck des Bootes ist meine Fähigkeiten für ein größeres Projekt zu erproben und vor allem auch mir für den Fall, dass ich zum Schluß komme, dass ich mir sowas zutrauen kann, über die unvermeidlichen Tiefs hinwegzuhelfen, wenn mir die Arbeit nicht vor der Hand geht.

    Ich habe dann immer ein Boot mit echten Fun-Faktor, das ich in kurzer Zeit im Wasser habe.

    Sollte ich mich an etwas Größerem versuchen, kann ich sicher nicht nur meine Bootsbauerfähigkeit realistischer einschätzen, sondern auch viel besser abschätzen, wieviel Zeit und Geld ich tatsächlich in ein größeres Boot investieren müßte.

    Generell wäre mein Ziel möglichst unter den vom Kostrukteur veranschlagten Gewicht und Kosten zu bleiben und trotzdem schnell zu bauen.

    Mir erschien nicht nur GFK recht preisgünstig, sondern auch die Möglichkeit, die einzelnen Seitenteile in einem Stück mit fertigem Finish herstellen zu können, statt sie aus drei bis vier Einzelplatten zusammenzuschäften, macht auf mich (wobei ich zugegeben ein blutiger Laie bin) den Eindruck einer sehr rationellen Baumethode.

    Walter

    Autor: Walter     14.06.2004 - 21.51

    Schon viel weiter

    Hallo Walter, da du schon sehr viel weiter bist, als ich das ahnen konnte, möchte ich nun nicht mehr von der sperrigen Seite kommen. Es scheint mir schon sinnvoll, mit vorgefertigten Teilen zu arbeiten. Aber - dann solltest du auch die Form so gestalten, dass du nichts mehr auseinander schneiden musst,um es anderweitig wieder zusammen zu kleben, da die Scherfestigkeit solcher Laschungen schälgefährdet ist und zusätzliches Gewicht bringt. In der "Yacht" 4/78 ( bei Delius und Klasing im Leserservice anfordern )gibt es einen passenden Artikel : "Rumpfbau aus GFK: Mathematische Formel statt Negativform", der dir zeigt, wie du deine Laminier- Form gestalten kannst (mit flat panels), so dass du deinen vorgefertigten Rumpf nur noch in eine einfache Helling drücken musst, um die gewünschte Rumpfform zu erreichen (keine nachlaminierten oder verklebten Kanten). Die dazugehörige Mathe stellt keine ernsthafte Hürde dar. Solltest Du bei Klasings kein Glück haben, mail mir deine Adresse, dann poste ich dir Copies.
    Eine kleine Korrektur möchte ich noch anbringen : Dieter Stellmach aus Bad Dürrheim hat mir weiland die Lizentia Nr. 241 (!) geschickt. Es flitzen also mehr von seinen Kats durch die Gegend als das in meinem ersten posting deutlich wurde.MfG, Manfred.pech@web.de

    Autor: Manfred     15.06.2004 - 20.56

    ExperimentierKat

    Hallo Walter,
    Mit überschaubaren Projekten sich zu prüfen und Fähigkeiten zu erlangen ist ein Weg, der etwas Kummer einspart, wenn man später an einem 50TEuro-Projekt sitzt. Die Materialbeschaffung kann nicht wirklich das Problem sein. Zunächst dachte ich, Du sitzt auf einer Südseeinsel.
    Ob Holz oder GFK ist mehr eine Frage der persönlichen Neigung. Was kann ich besser Verarbeiten? Welches Schiffdesign gefällt mir besser? In Holz gebaute Schiffe sind meist auch anders gezeichnet. Ich würde auch beim Sportkatbau auf ein Verfahren gehen, was Du bei Deinem späteren größeren Projekt anwenden kannst.
    Du sprichst ein Verfahren an, aus Platten zu bauen. Das kann dann nur Knickspant sein oder die sphärische Form in einer Helling zu pressen. In den 70gern wurden A-Kats und Tornados in dem Hellingpressverfahren gebaut. Der Vorteil ist, es kommt dabei ein knallharter, formstabiler Rumpf heraus. Nachteil ist, die Abwicklung (Abmessung der Platte) muß sehr genau sein, sonst wird das nichts. Kellsal wendet es bei größeren Schiffen an, sagt aber, er habe lange experimentiert. Es gibt auch Literatur darüber, auf seiner Webseite.
    Bei GFK stellt sich die Frage nach Polyester oder Epoxi. Wie Manfred schon sagte, ist der Gestank unerträglich. Das fertige Schiff stinkt dann noch ein Jahr. Ich persönlich habe dabei ein Gefühl von ungesunder Umgebung. Epoxi hat nicht nur größere Festigkeit, es hat auch bei der Verarbeitung erhebliche Vorteile.
    Wie wär‘s denn, mal ein Bootbauseminar zu besuchen? Der Multihull Deutschland e.V. veranstaltet eins im November. Dabei gibt es immer mal neue Erkenntnisse.
    Mit dem fertigen GFK-Material von der Rolle, wie Manfred beschreibt, habe ich auch experimentiert. Das Material hat „keine Festigkeit“ kann also nur zur Formgestaltung benutzt werden. Um eine Verbindung zum folgenden Laminat zu schaffen muß die ganze Fläche angeschliffen werden. Diese Platten lassen sich, nach meiner Meinung, nicht in eine sphärische Form pressen. Sie werden sich verwerfen oder reißen.
    Ich habe auch mal so einen ExperimentierKat gebaut dabei sind alle 4 Bordwände nach unterschiedlichen Verfahren gefertigt.
    Frohes Gelingen


    Autor: Karl-Heinz     16.06.2004 - 11.06

    Stellmann Kat

    Hallo Manfred, ich versuche es auf diesem Wege. Wo kann ich mehr Info im Internet ueber den Stellmann Kat bekommen?
    Gruss
    Achim

    Autor:      18.06.2004 - 21.50

    An Achim

    Hallo Achim, Dieter Stellmachs Kat wurde in mehreren Zeitschriften (auch Yacht) beschrieben. Aber am besten rufst du ihn an und bittest um INFOS.
    Adresse : Königsberger Str. 36 in 7737 Bad Dürrheim . Tel : 07726 - 8642 oder
    07308 - 41822. Diese Daten galten für September 2000. Eine E-Mail Adresse habe ich leider nicht. Ich habe damals für DM 100,- ausgezeichnete Bauunterlagen und Pläne erhalten. D. Stellmach ist Ing. und zeichnet und beschreibt daher sehr präzise. Gebrauchte Kats nach seinen Plänen gibt es auch. Daneben hat er noch ein größeres Modell gezeichnet. Seine Konstruktionen sind hundertfach erprobt und besonders für Leute geeignet, die in der normalen Wohnung bauen wollen und ihren Kat auf dem PKW - Dach transportieren müssen.MfG, Manfred.pech@web.de

    Autor: Manfred     20.06.2004 - 00.07

    Glas statt Holz

    Hallo Walter,
    ich bin mir fast sicher, das die von dir angedachte Methode deutlich teurer und aufwendiger ist, als gedacht -
    mal ganz abgesehen von der durch Karl-Heinz angesprochenen erheblichen Belästigung von Mitmensch und Umwelt!
    Sperrholz und seine Beschichtung:
    teures Sperrholz wie etwa "Hydro-" könnte alleine mittels Lackierung verwendet werden, billigeres Sperrholz "Navyrex-" sollte beispielsweise mit Epoxy plus Geweben beschichtet werden, beides sind AW100-Platten.
    Gute Anbieter von Sperrholz (auch die von dem billigen) bieten Ihren Kunden auch schon mal einen Trennschnitt an, der das ganze seitens der Versandkosten im Zaume zu halten hilft.

    Gruß, Michael Thon
    michael.thon@imeout.de

    Autor: Michael     28.06.2004 - 11.46

    Material.... was nehmen?

    Hallo Walter,

    ein bißchen wundere ich mich, daß Du jetzt bei GFK-Platten gelandet bist. Jedenfalls, was die Planung anbetrifft.

    Ich kann mir vorstellen, daß Du in jeder Richtung denkst, bevor Du Dich für eine Bauweise bzw. für das entsprechende Material entscheidest.

    Auf die Platten aus GFK würde ich aus den vorgenannten Gründen größtenteils verzichten und es höchstens für die Formgebung der Schotten verwenden. Du kannst ja drei Platten zusammenkleben und ein Schott daraus sägen! Oder eine Versteifung.

    Ansonsten: Wenn Du jetzt doch über das Laminieren nachdenkst, warum nicht gleich für Airex (biegsame Platten mit Isolierfaktor) entscheiden?

    Das hält das Boot leichtgewichtig und Du kommst schnell voran beim Bau.

    Wenn Du Dich (wie Du es eigentlich ursprünglich geplant hast) für Birkensperrholz entscheidest, mußt Du auch laminieren! Um das Holz gut zu schützen gegen die Witterungseinflüsse! Da brauchst Du eigentlich auch zwei dünne Lagen Gewebematte. Plus Spachtel und Schliff.

    Die Plattenbauweise mit GFK-Platten ist mir mehr als unsympathisch. Denn Die Platten lassen sich vermutlich schlechter biegen als Sperrholz. Außerdem der Gedanke daran, wenn man das Material sägen oder – schlimmer noch – flexen muß.........

    Da Dein Rümpfe einen Knickspant haben soll, bietet sich doch Sperrholz an! Warum nimmst Du nicht – wie von Michael Thon benannt – das Navyrex- Sperrholz?

    Ist doch gut genug für Dein Projekt! Von außen zwei Lagen und von innen zwei Lagen Matte, ein paar Stringer mehr gesetzt und Du kannst auch das etwas dünnere Sperrholz verwenden.

    Für den Bodenbereich würde ich maximal 10 mm nehmen. Es gibt aber auch AW 100 in 9 mm. Das würde ich nehmen. Für die seitlichen Bordwände max. 6 mm... eher weniger ... 5 mm und GFK drüber!

    Hast Du inzwischen einen Plan oder Riss?

    Haprecht aus Kiel-Molfsee empfiehlt 5 bis 6 mm. Die „Fliegenklatsche“ (Trimaran) ist nicht stärker dimensioniert. Ich rate Dir, „sie“ mal zu besichtigen. Liegt angeblich im Hafen Kiel-Stickenhörn.

    Die Tel.-Nr. von Haprecht habe ich Dir zugesandt!

    Peter



    Autor: Peter     30.07.2004 - 11.08

    zu den mono-cat s von Dieter Stellmach

    Hallo zukünftige Beach-Kat-Eigenbauer,
    die oben angesprochenen Selbstbau-Bech-Kats von Dieter Stellmch kann man im Netz hier ansehen:

    http://www.mono-cat.de

    Die einzigartige Baumethode ist hier ausführlicher Beschrieben:

    http://www.mono-cat.de/bau.htm

    Viel Spass beim nachbauen,
    Gernot, mono-cat Segler

    Autor: gernot     24.10.2005 - 23.16

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